LEGIONELLENPROPHYLAXE FÜR DEN KÜHLTURM

Elektrolyse, die Kühlturm-Desinfektion im 21. Jahrhundert. Elektrolyse-Produkte (ECA) sind gute Alternativen zu traditionellen Bioziden, um den biologischen Bewuchs im Kühlwasser von Kühltürmen zu minimieren, besonders wenn man die Problematik des Biozid-Austrages durch die Sprühverluste eines Kühlturmes beachtet.

Trotz des Einsatzes von Bioziden  werden immer wieder Nasskühltürme als Quelle von gefährlichen Keimen identifiziert. Gefragt sind Verfahren, die Menschen im Umfeld von Kühltürmen nicht gefährden.

 

Eine Alternative bietet die Kühlwasserbehandlung mit Elektrolyse-Anlagen. Dieses wird unmittelbar vor Ort produziert und automatisch bedarfsabhängig dem Kühlumlaufwasser zu dosiert. Die Koloniezahlen in Kühlsystemen lassen sich dadurch deutlich verringern – Selbst ein biologischer Bewuchs kann mit dem Verfahren fast vollständig reduziert werden. Die Firma ladotec GmbH bietet Anlagen zur vor-Ort-Herstellung von Bioziden an, die effektiv und umweltschonend Anwendung finden.

Nicht nur hygienische Risiken sind zu bedenken. Das ungehinderte Wachstum von Algen, Bakterien und Pilzen in Kühlkreisläufen fördert die Bildung von Ablagerungen
in Rohren und Wärmetauschern. Die Wärmeübergangszonen sind davon am stärksten betroffen: Schleimige Beläge (Biofilme) wirken sich schlimmer aus als Kalkbeläge, haben sie doch eine um den Faktor 4 niedrigere Wärmeleitfähigkeit. Im Rückkühlwerk verschlechtert Biowachstum den Wirkungsgrad bis hin zur Funktionsuntüchtigkeit.

 

 

Verdunstungskühlanlagen, wie sie in großer Zahl verwendet werden, um überschüssige Wärme aus Prozessen jeglicher Art abzuführen, sind mögliche Quellen von Legionelleninfektionen, wie sie etwa 2010 in Ulm und 2013 in Warstein auftraten. Die Zahl der in Deutschland installierten Verdunstungskühlanlagen ist unbekannt, doch ist davon auszugehen, dass eine große Anzahl von Anlagen aller möglichen Größen in Deutschland – gerade auch in dicht besiedelten Gebieten – betrieben werden. Im Laufe des Jahres 2017 besteht eine immissionsschutzrechtliche  Meldepflicht. In der 42. BImSchV wird die Richtlinie VDI 2047 als maßgeblich hinsichtlich des Stands der Technik für den hygienegerechten Betrieb von Verdunstungskühlanlagen und Nassabscheidern genannt.

  • Laut VDI hat der Betreiber einer Verdunstungskühlanlage den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene gemäß §4 des Arbeitsschutzgesetzes wahrzunehmen und zu erfüllen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen. In einer Betriebsanweisung müssen die Schutz- und Hygienemaßnahmen beschrieben sein.
  • Beim möglichen Auftreten von Legionellen, Pseudomonaden oder z. B. Schimmelpilzen schreibt die VDI vor auch die Anforderungen der Biostoffverordnung (BioStoffV) sowie bei der Verwendung von Gefahrstoffen (z. B. entsprechenden Bioziden) die Anforderungen der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) zu berücksichtigen.
  • Grenzwerte für Legionellen und Pseudomonaden orientieren sich am Trinkwasser, geringste Verunreinigungen bedeuten Reinigungen und Desinfektionen.

Vorteile für Sie bei geringen Betriebskosten:

  1. hohe Wirksamkeit trotz niedriger Konzentration
  2. keine Resistenzen und Legionellenprophylaxe
  3. hohe Umweltverträglichkeit bei kontinuierlicher Messung
  4. juristische Sicherheit durch Einhaltung der VDI 2047